Pelz gestrickt oder knitted
Wie entsteht eigentlich ein Kleidungsstück in solch einer Herstellungsart?
Diese Herstellungstechnik und Verarbeitung von Pelz ist eine sehr arbeitsaufwändige Angelegenheit. Man kann es vergleichen mit dem Teppichknüpfen. Nur werden hier keine zurechtgeschnittenen Fäden auf des Maschengewebe gebracht, sondern ein endlos langer Fellstreifen.
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Doch zuerst wird ein Fell in dünne Streifen zerlegt. | |
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Das Schneiden der Felle ist hier beschrieben. | |
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Zum Entfernen der Haare, die sich beim Schneiden gelöst haben, kommt ein Staubsauger zum Einsatz. Der Streifen wird einfach im Rohr raus- und reingezogen. | |
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Wir benötigen ein Trägergewebe, wie es im Stoffhandel zu kaufen gibt. Ich habe auch schon verschiedene Dinge gefertigt und Maschengewebe mit größeren oder kleineren Maschen verwendet. Ausschlaggebend ist die Breite des Fellstreifens, den man verwendet. Der Pelz wird mehr oder weniger dicht und hat demnach mehr oder weniger Gewicht. Einen Mittelweg zu finden ist wichtig, denn wir wollen ein leichtes Kleidungsstück und dichten Pelz. | |
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Eine große Nadel mit runder Spitze benötigen wir hier. Man bekommt sie für die Teppichherstellung mit einem sehr großen Öhr und einer vorn fast runden Spitze. Das Öhr ist groß genug, um den Fellstreifen aufzunehmen. | |
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Die Richtung der Fellhaare muss von der Nadel weg zeigen. So werden die Haare beim Durchziehen in ihre natürliche Richtung gelegt. Wir stechen mit der Nadel diagonal in jede benachbarte Masche. | |
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Unten rechts rein, oben links wieder raus. Die Seite des Fells muss nach unten zeigen - das ist wichtig. | |
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Jetzt sticht man wieder in die nächste, links daneben liegende Masche. | |
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Dabei wird der Fellstreifen in einem Bogen gelegt. | |
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Beim Straffziehen liegt jetzt die Fellseite nach oben. | |
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Dies wird wiederholt - Masche um Masche. | |
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Irgendwann ist der Fellstreifen zu kurz, um weiterzuarbeiten. | |
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Auf der Vorder- und Hinterseite des Gewebes sind die Fellhaare zu sehen. | |
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Ein neuer Streifen kommt zum Einsatz. Wichtig ist wieder die Richtung der Haare beim neuen Streifen. | |
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Alle Haare werden mit der Nadel nach unten gestriffen. Die Streifen werden Fell an Fell aneinandergesetzt, so dass das Leder nach außen zeigt Dabei ragen die Haare des schon verarbeiteten Streifens nach unten und die Haare des neuen Streifens nach oben. | |
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Die Kante, die zusammengenäht wird, ist somit frei von Haaren. | |
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Drei bis vier Stiche reichen, um den schmalen Streifen anzunähen. | |
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Der neue Fellstreifen wird nun weiter in das Maschengewebe eingebracht. | |
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So wird Fellstreifen um Fellstreifen vernäht und verstochen. | |
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Nach diesem Prinzip wird Reihe um Reine hergestellt. Nun sieht das Ganze noch nicht nach einem Pelz aus - aber gleich... |
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...mit einer weichen Bürste werden auf der Vorder- und Hinterseite die Haare herausgebürstet. | |
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Das erfolgt am effektivsten gegen den Stich. | |
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Die Haare können auf der Unterseite etwas dünner und auf der Oberseite voller herausgebürstet werden. | |
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So ist die Oberseite, die am Kleidungsstück nach außen getragen wird, voller. | |



























